Samstag, 25. Mai 2013

Na, wie waere es mit einem Haus?


Subdivision Solariega in Davao-Talomo
25. Mai 2013

Waren in der Subdivision SOLARIEGA, um Freunde zu besuchen und uns gleichzeitig zu informieren, da ein TAG der offenen Tuer war.

Wie ueblich ist das Eingangsportal mit Guard schoen gestaltet und ansprechend. Dann faehrt man durch eine Allee von Baeumen zum ersten Kreisel, wo die Strassen in die verschiedenen Wohngebiete starten. Schoene grosse Grundstuecke und  Gebaeude. Weiter hinten – nach dem zweiten Kreisel- werden die Haeuser kleiner – aber farbenfreudiger. Alles Haeuser mit max. 2 Stockwerken. Die Strassen sind breit und werden staendig gekehrt. Mehrfach patrouliert eine Polizeistreife durch die Strassen.  Es ist ruhig. Es gibt viel Natur. Etwas zum Wohlfuehlen. Eine schoene Anlage. Durchschnittliche Bausubstanz.

Aber, da die Anlage ca. 6 – 7 Jahre alt ist, sieht man mehrere Schilder mit der Aufschrift: “House and Lot for Sale”. Das ist nicht ungewoehnlich und fuer Kaufinteressenten eine gute Gelegenheit zum Handeln.

Die Neubau-Haeuser, 2-geschossig, die von der Firma Camella (Eigentuemer der Subdivision) angeboten werden, beginnen bei einer Wohnflaeche von 40 qm. Nach unserem Wohngefuehl brauchen wir schon mehr und es kommt wohl eher das Model”Elaisa”  mit einer Grundstuecksflaeche von 110 qm und einer Wohnflaeche von 97 qm in Betracht und das kostete rund 4 Mio.Pesos. Durch Zusammenlegen von  kleinen  Raeumen  kommt man zu Zimmergroessen, so wie wir sie moegen.

Uebrigens wohnen dort viele Auslaender und es ist recht gesellig. Einige sind Eigentuemer geworden. Die meisten haben erstmal ein Haus angemietet um zu sehen, wie es sich hier lebt. Bis zum Strand sind es dann  noch mal ca.  300 Meter. Das Meer kann man schon ahnen.

Rechnung (Grundstueck + Baukosten):
Wenn man heute so ein Haus selbst bauen wuerde, sollte man ca. 15.000 Pesos fuer 1 qm Wohnflaeche ansetzen:    97 qm x 15.000 Pesos = 1.455 Mio Pesos. Fuer 1 qm Grundstueck wird dort zur Zeit 9.000 Pesos verlangt: 110 qm x   9.000 Pesos = 990.000 Pesos. Sodass man einen Gesamtpreis von ca. 2,5  Mio Pesos hat. Dazu muss man noch die anteiligen  Kosten  fuer Klubhaus, Swimming Pool, Spielplaetze, ungenutzte Gruenanlagen usw. rechnen – sagen wir mal 0,5 Mio Pesos.  Das ergibt dann den wirklich endgueltigen Preis von rund 3Mio Pesos.


Und dann bleibt da noch so 1 Mio Pesos uebrig. Das ist entweder der Gewinn der Firma oder der Abschlag, den man als Interessent bei allen Haus-Angeboten machen sollte  und das gibt dann die SCHNAEPPCHEN !!!!! Die monatlichen Kosten fuer die Gemeinschaftsanlagen belaufen sich auf 2,50 Pesos fuer 1 qm Grundflaeche. Bei dem Haus “Elaisa” sind das 110 qm x 2,50 Pesos = 275Pesos. 

Mit freundlichen Gruessen
Ludwig aus Davao

Dienstag, 5. März 2013

Wer in Philippinen ein Haus baut, sollte das wissen


Einspar-Moeglichkeiten  beim Hausbau
4.Maerz  2013

Mein Bekannter, der schon laengere Zeit hier in Davao lebt und selbst ein Haus gebaut hat, sieht die philippinische Art, Haeuser zu bauen, in einem sehr skeptischen Licht. Er behauptet, dass hier viel gemacht wird, wie es schon der Vater vor 50 Jahren gemacht hat. Und dass man da sparen koennte, und zwar eine Menge. Er fuehrt folgende Beispiele an:

  1. Teure  Fassaden- und Dachkonstruktionen. Filipinos lieben verspielte Sachen:
-       Das Haus muss zweifarbig und nach Moeglichkeit in “Bonbon-Farben” angestrichen  sein  z.B.in gelb und rosa.
-       An der Fassade muss noch ein kuenstlerisches Element hin: Eine Stuck-Verzierung rund um ein Fenster  oder ein Teil der Hauswand  wird mit Bruchsteinen verziert oder einige waagrechte Ziermaeuerchen – alles Dinge, die sich spaeter als Schmutzfaenger heraus stellen  !!! 
-       Dann sollte ein Fenster moeglichst ueber 2 Etagen reichen – wer das putzen soll und  wie,   ist unklar.
-       Was am meisten gefaellt, sind verspielte Dachkonstruktionen: Da werden zwei oder gar drei  Giebeldaecher in einander verschachtelt. Und dann kommen  kleine Gauben dazu und Eckchen. Und da die Daecher nach allen vier Seiten ausgerichtet sind, muss viel Material und Arbeitszeit investiert werden.  So ein Dach, da es ein Blechdach ist, hat eine Lebensdauer von etwa 15 Jahren, dann  faengt es an zu rosten und aus den vielen Ecken  tropft  dann das Regen-Wasser. Die Reparatur dieser “Problemchen” wird nicht billig.

2.      Das Bauen mit Hollow blocks. Diese Hohlblocksteine  sind eigentlich ideal fuer ein tropisches Land wie die Philippinen. Dadurch, dass sie oben und unten offen sind, dient der mittlere Hohlraum als Isolierung, so dass die Waerme nicht so schnell  nach  innen kommt.  Aber was machen die philippinischen Bauhandwerker ?  Sie fuellen die Hohlraeume mit  Eisenstangen und mit  einem Zement-Sand-Gemisch vollstaendig aus. Was unnoetig ist.

3.      Diese Bauweise braucht nicht zu sein, da das Haus in der ueblichen “Skelettbauweise” errichtet wird und das “Skelett” (=  Betonpfosten ) das Haus traegt. Die Mauern tragen nix. Das Haus steht solide und fest – auch ohne die Mauern aus voll-zementierten Hohlblocksteinen !  Da der Zement in der letzten Zeit recht teuer geworden ist, koennte man eine Menge Pesos sparen.

4.      Ausgenommen sind die Waende z.B. im Bad, wo man Waschbecken an die Wand haengen will. Diese Waende  muessen innen mit Eisen und Zement  stabil gemacht werden, denn diese Hohlblocksteine halten nicht viel aus.Vor allem die handgemachten. Die maschinengemachten Steine sind zwar teurer, aber halten mehr.

5.      Das Zement-Sand-Gemisch. Normalerweise nimmt man da auf 1 Teil Zement 3 Teile Sand. Also 1:3. Und was machen die Maurer hier ?  Sie mischen Zement und Sand viel zu fett ! Sie mischen  nach  ihren  eigenen  Vorstellungen  im Verhaeltnis 1:2 oder gar 1:1. Ganz klar, dass die Menge vom benoetigten Zement in die Hoehe geht wie eine Rakete und die Kosten natuerlich auch.

6.      Verwendung von Fliesenkleber. Auch den Fliesenlegern muss man auf die Finger gucken, denn  denen  ist die Verwendung von  Fliesenkleber  was Neues und meistens  völlig  fremd. Und so verwenden sie ihn wie Zement. Anstatt die Fliesen auf eine hauchdünne Schicht Kleber zu kleben, tragen sie den Fliesenkleber  mehrere Zentimeter dick auf. Und  auch Fliesenkleber ist nicht billig  !                                            

Aber das alles stoert normalerweise keinen philippinischen Bauherren. Es wird nach Schoenheit gebaut,um den  Nachbarn zu imponieren. Das meint jedenfalls mein Bekannter. Und vielleicht liegt er mit seiner Meinung garnicht mal so falsch.

Mit  freundlichen  Gruessen
Ludwig aus Davao

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Mittwoch, 13. Februar 2013

Das Abenteuer: SEPTIC-TANK



Der Septic-Tank ist voll   Was ist zu tun ?
9.Februar 2013

Es war soweit: Der Septic-Tank war voll. Und was tun: Jemand muss geholt werden, der diesen Tank leert. 

(Der Septic-Tank ist der Abwassertank in der Groesse von 2 Metern Laenge und 1 Meter Breite , den nahezu jedes Haus in Davao hat, da es keine Kanalisation gibt. Die Tiefe betraegt ca. 1 Meter. Also wird in regelmaessigen Abstaenden dieser Abwassertank geleert. Und dafuer gibt es offizielle und auch andere Firmen, die das Leeren uebernehmen, denn es ist zwar ein schmutziges und uebelriechendes Geschaeft – aber sehr lukrativ fuer die Firmen und ein schnell verdientes Geld.)

Wir haben bemerkt, dass die Menge der schwarzen Fliegen in der Toilette stark zugenommen hat. Unser Nachbar erklaerte uns, dass das ein wichtiges Zeichen ist, dass der Septic-Tank wohl voll waere. Nach einigen Telefonaten hatten wir dann einen, der die Entleerung kurzfristig erledigen wollte. Fuer 3.500 Pesos. Aus Gruenden, die ich nicht verstanden habe, wird die Entleerung immer abends gemacht. Das waere eine Vorschrift hier in Davao.


Es kamen dann am Abend 5 Mann mit einem LKW an und als Werkzeug hatten sie eine starke Elektro-Schmutzwasser-Pumpe mit entsprechend langen Abwasser-Schlauch bis zum Behaelter auf dem LKW und einen Metallrechen  zum Herumstochern.
Mit einem Hammer wurde dann der Zement weggeschlagen, der die 2 Deckel vom Tank abgedichtet hatte – dass da die Fetzen flogen, war klar. Einer bediente den Elektroschalter an der Pumpe an-und-aus,damit die Pumpe bei jedem Neustart die Verstopfung im Schlauch wegdrueckt. Richtig abenteuerlich. Aber es funktioniert. Nach ca. 2 Stunden war alles erledigt – inclusive der Aussenreinigung.  Das ganze Abwasser soll am naechsten Tag in eine Grube auf  einem Grundstueck der Stadt abgelassen werden. Die Kosten dafuer wuerden ca. 400 Pesos betragen.

Wie sich herausstellte, besteht der Septic-Tank aus 2 Kammern: Im ersten Tank lagert sich das “Grobe” ab . Wenn diese Kammer gefuellt ist, fliessen  die Fluesigkeiten  dann ueber ein Loch in die naechste Kammer. Ist diese Kammer auch voll mit der Zeit, dann fliesst der Rest durch einen Ueberlauf in den Kanal, der links und rechts von der Strasse sich befindet. “Es wuerde sich um abgestandenes Wasser handeln  und der taegliche Regen wuerde es dann Richtung Meer spuelen !” Darueber brauche man sich nicht aufzuregen – das waere schon in Ordnung!!!!

Okay,so wird es hier gemacht und so ist es ueblich. Bei uns kam noch hinzu, dass unser Septic-Tank keine Entlueftung und auch keinen Betonboden hatte, also nach unten “offen” war. Und damit konnte ich verstehen, warum dieser Tank nur alle 20 Jahre geleert werden braucht……

Mit freundlichen Gruessen
Ludwig aus Davao 

Samstag, 1. Dezember 2012

Wie bekomme ich mein Haus kuehl ? Ohne Aircon !


Wie bekomme ich mein Haus kuehl ? Ohne Aircon !
1.       Dezember 2012


Das ist wohl der Wunschtraum von jedem, der hier ein Haus bauen oder umbauen will: Es sollte kuehl sein – auch ohne Aircon. Wenn man das Glueck hat und ein Haus am Hang sein eigen nennt wie z.B. ein Haus in der Subdivision “Las Terrazas” hier in Davao, dann ist das schon ohne groessere Anstrengungen moeglich, denn die Aufwinde am Hang sorgen fuer Kuehle.



Fuer alle anderen Kuehlung-Suchende  braucht es mehr gedankliche Anstrengung. Die gesammelten und erprobten Moeglichkeiten sind in etwa:
1.       Das Haus mit Baeumen (keine Breit- Wurzler! !)  beschatten,
2.       Das Gebaeude mit 2 oder 3 Geschossen bauen, die kuehlen Raeume (Schlafzimmer, Buero) sind unten, die warmen (Kueche) kommen nach oben (Waerme steigt auf),
3.       Haeuser mit wenig Innenwaenden bauen, damit Luft durchstreifen kann (Querlueftung),
4.       Statt Fensterglas  Spiegelglas verwenden,
5.       Das Dach soweit verlaengern, dass die Fenster im Schatten liegen ,
6.       Die Aussenwaende mit Isolierung (Styropor) verkleiden ,
7.       Die Zimmerhoehe  auf ca. 3,50 m einrichten mit  Oberlichtern zum Lueften ,
8.       Abends mit Ventilatoren die aufgestaute, warmeLuft an der Zimmerdecke  aus den Fenstern “pusten” (kuehlere Luft fliesst automatisch nach !),
9.       Glaenzende Alu-Lamellen anstelle von Gardinen verwenden ,
10.    mit Ventilator von Wasseroberflaeche ( Swimmingpool, See, Teich) Luft ansaugen, die durch die Wasserverdunstung  abgekuehlt ist ,
11.   Flaeche ums Haus immer wieder mit Wasser bespruehen, sofern Beton ,
12.   Das Dach und die Aussenwaende weiss anstreichen, um die Sonnenstrahlen zu reflektieren,
13.   Die Dachunterseite mit Alu-Bahnen ( zur Reflektion der Waerme) und Isolierung  verkleiden, damit wenig Waerme von dort eindringen kann,
14.   Im Fussboden  abgekuehltes Wasser (inverte Waermepumpen-Funktion) in  Kunststoff-Rohren zirkulieren lassen ( sehr aufwendig und teuer, aber funktioniert bestens), erprobt von Bastler-Ingenieur aus USA

Dem Dach kommt eine entscheidende Bedeutung zu, denn dieser Teil des Hauses ist der Sonne am laengsten ausgesetzt  und am waermsten, da hier meistens die Daecher aus Metallplatten bestehen und Temperaturen bis zu 80 Grad C keine Seltenheit sind.

So sind Ideen geboren worden, das Haus mit einem Flachdach auszustatten, es mit Erde/Granulat aufzufuellen und mit einer Pflanzendecke zu versehen. Klar, dass das Haus dann ein sehr stabiles Betondach sein muss  und dass genuegend Feuchtigkeit in der Pflanzendecke sein sollte. Dann hat das Dach die Qualitaet von einen Reetdach in Norddeutschland:  Das Haus  ist innen kuehl und man hoert auch keine  Regentropfen !

Einen ganz anderen Weg ist ein Bastler gegangen, indem er einige physikalische Gesetze ausnutzte. Er hat sein Dach schwarz angestrichen, damit es wirklich richtig heiss wird. Dann hat er es mit einem Rasensprenger staendig befeuchtet. Das Wasser verdampft auf dem heissen Blech und kuehlt es ab. Der Abkuehlungseffekt fuer die Innenraeume ist da – nur billig wird es nicht, denn es muss staendig Wasser verspritzt werden. Zum Ueberlegen !

Welche der aufgezaehlten grossen und kleinen Moeglichkeiten man einsetzt, bleibt einem selbst ueberlassen. Also, probieren … und neue, kuehlende  Ideen finden.

Mit freundlichen Gruessen
Ludwig aus Davao

Dienstag, 6. November 2012

Problemlösungen zu Dächern





    In DAVAO auf den Philippinen
    Hausbau: Was für ein Dach ?
    4. November 2012


Als ich vor einigen Jahren mal in der Wartehalle vom Airport in Manila auf den Aufruf wartete, entstand plötzlich ein wahnsinnig lautes Getöse. Ich schaute mich um, aber kaum einer der anderen Passagiere schien sich darüber aufzuregen. Für sie war das Niederprasseln vom Regen auf das Blechdach etwas ganz Normales ! Und das macht eben Krach !

Zuhause in Deutschland – so fiel mir später ein – haben die schweren Dachziegel das Krachproblem gar nicht aufkommen lassen. Da kann der Regen noch so herunter prasseln. Und ob man zur Dachdeckung die Dachziegel nimmt oder eine dicke Schicht Reet (= Schilf) - das Ergebnis ist das gleiche: Erstmal ist das Dach dicht und zweitens hört man nicht die Regentropfen.

Und diese Probleme müssen - für uns Ausländer - beim Hausbau hier in Philippinen auch irgendwie gelöst werden. Und es kommt ein weiteres Problem dazu, denn zum Dachbau sollte man kein Holz verwenden, denn das ist die Lieblingsspeise der hiesigen Armeisen und Termiten.

Die Dächer der einfachen Häuser – sofern es diese noch gibt – waren mit Cogon- oder Nipagras oder mit Holzschindeln gedeckt. Und jeder wußte, dass nach 4-5 Jahren das Dach überarbeitet oder neu eingedeckt werden muß. Das Material war billig. Also kostete es nur die Arbeitzeit.

Heute - mit dem Einzug der Moderne – deckt man die Dächer normalerweise mit meterlangen „galvanized Iron“-Tafeln im Winkel von ca. 18 Grad. (damit man nicht soviel Material braucht) . Und streicht sie mit farbigen Isolierfarben. Und verwendet Spezialnägel, damit an den Einschlagstellen der Nägel nicht gleich der Rost startet. Und noch immer hört man jeden Regentropfen – es ist zum Verrücktwerden.


Als erste Verbesserung haben die Architekten dann eine dünne Holzdecke eingezogen, die den Schall aufnehmen soll – was garnicht geht. Es ist nur optisch gut. Dafür wird in dem Zwischenraum die Hitze vom Blechdach bestens gespeichert, heizt die Räume darunter auf und man muß mit einem Aircon Abhilfe schaffen. Was für ein Fortschritt !

In besseren Häusern und Condominiums kommt man wieder auf die Dachziegel aus Ton oder Zement (die aus Kunststoff haben sich nicht rentiert) zurück und anstelle von Holzbalken werden solide Metallrahmen verwendet, auf denen die Dachziegeln aufliegen.Bei einer anderen Variante werden die Dachziegel auf einer gemauerten Dachhaut einzementiert. Manchmal entscheidet man sich für ein Spitzdach im Winkel von ca. 38 Grad. Alles ist sehr schwer, ist recht teuer und ist sehr gut.

Manche Bauherren verwenden anstelle der Dachziegeln nun imprägnierte Dachpappe, was billiger ist. Leider macht da die starke UV-Strahlung einen Strich durch die Rechnung: In ca. 4 Jahren ist die Dachpappe total zerstört.
Eine bessere Variante ist das Verlegen von Schweißbahnen mit Bitumen oder das Imprägnieren der Dachhaut mit Glasfasermatten und chemischen Härtern (=Epoxydharzen). Hat sich bisher als sehr gut erwiesen und man kann es bei Schäden leicht ausgebessern.

In eine andere Richtung geht das Verfahrung einer Firma, die „Galvanized iron“-Dach-Platten mit aufgeschäumten Kunststoff ( von 50 mm – 150 mm ) anbietet. Damit werden die Probleme:Geräusch, Dichtigkeit und Isolierung bestens beseitigt. Diese Firma bietet auch Fertighäuser aus diesem Material an. Quadratmeterpreis soll bei 6.000 Pesos liegen.



Wieder andere Bauherren entscheiden sich für ein Flachdach aus Beton, das mit Fliesen belegt ist und somit auch als Dachterrasse genutzt werden kann. Zwar auch nicht ganz billig, aber die Regengeräusche dringen nicht durch - und gute handwerkliche Arbeit vorausgesetzt – bleibt das Dach dicht. Und weil dieses Dach ziemlich dick ist, dürfte auch nicht viel Wärme nach innen dringen.

Welches ist nun die Lösung des Lärm-Dichtigkeits-Wärme-Problems hier in Philippinen ?

Mit freundlichen Grüßen
Ludwig aus Davao

















Dienstag, 16. Oktober 2012

Sandawa-Subdivision in Kidapawan

    In DAVAO auf den Philippinen
    Sandawa-Subdivision in Kidapawan
    16. Oktober 2012

Waren bei Bekannten in Kidapawan, Bekannte Stadt in der Mitte von Mindanao von wo die „Mt.-Apo-Besteigungen“ starten. Es ist eine aktive Stadt mit vielen Geschäften und als neueste Attraktion: 2 Subdvisions !

Unsere Bekannten wohnen in der Subdivision „ Sandawa“.

Zu den Subdivisions geht es mal in Kidapawan in flach-abfallendes Gelände, das früher mal Felder waren. Das hat natürlich den Vorteil, dass das Abwasser gut abfließen kann. Alle Häuser haben verschiedene Farben, die die neuen Besizer auswählen konnten. Die Anlage macht einen netten und gepflegten Eindruck. Ein „Commercial Center“ ist im Aufbau


Die Häuser sind typisch für solche Bebauung: Wohnfläche ( 5,5 m x 7,5 m) = ca. 41 m² groß und das Lot ca. 100 m². Sie bieten aber die Möglichkeiten, weitere Räume anzubauen und das wird auch gemacht. Ansonsten eben „low-cost-houses“.

Das Besondere ist aber die Finanzierung und letztlich der Gesamtpreis:
Anzahlung 20.000 Pesos und dann monatlich 2.600 Pesos und das 15 Jahre lang. Diese „in-house-financing“ wird von den Großteil der Käufer gewählt, die in das Finanzierungsschema passen und somit 2 Einkommen haben.
Gesamtkosten: 2.600 Pesos x 12 Monate x 15 Jahre + Anzahlung = 488.000 Pesos

Von solchen Gesamtkosten kann man in Davao nur noch träumen.
Man muß dabei immer berücksichtigen, dass es sich nicht um Davao, sondern um Kidapawan handelt.


Mit freundlichen Grüßen
Ludwig aus Davao

Samstag, 6. Oktober 2012

Camella "Northpoint": Ist es wirklich "green"?


    In DAVAO auf den Philippinen
    CAMELLA-Projekt „Northpoint-Davao“
    6. Oktober 2012

In großen Zeitungs-Anzeigen und Berichten stellt sich „Northpoint-Davao“ als der Gebäudekomplex dar., der es einfach macht, „Grün zu leben“. Das neue Schlagwort.

Und was verstehen die Initiatoren unter „grün zu leben“ ?

  1. 1. Standort
    Dadurch, dass der Standort gut gewählt ist, befindet sich alles in Fußgängerreichweise. Und man kann das Auto stehen lassen bzw hat nur kurze Fahrten. Das soll den Wert des Autos erhöhen und die CO2-Emission verringern.
  2. Grüne Umgebung
    Hunderte von „Caribbean pine trees“ werden importiert und rund um die Gebäude gepflanzt. Diese Bäume sollen – wenn sie bis ca. 25 m hochgewachsen sind – die Gebäude schattig halten, frischen Sauerstoff abgeben und Luftverschmutzungen absorbieren. Dann könnte man den Aircon zurückschalten und so Energiekosten sparen.
  3. Grüne Architektur
    Hier geht es um die natürliche sauerstoffreiche Luft und um natürliches Licht. Dazu sollen im Gebäudeteil Liverpool „Sky Gardens“ ( was immer das sein soll !) mit richtigen Pflanzen angebracht werden. Außerdem soll durch eine Art Kaminwirkung die warme Luft aufsteigen vom Gebäude-Atrium, damit dann kühlere (?) Außenluft einströmt und das Gebäude kühlt. Dazu komme noch eine besondere Licht-Architektur. Das alles zusammen würde die Energiekosten erniedrigen.
  4. Abfall-Management
    Das Management würde die Voraussetzungen erbringen, damit die Eigentümer/Mieter sich an die Mülltrennung-Auflagen der Stadt halten und somit Verantwortung zeigen.

Man soll die Anstrengungen der Firma CAMELLA nicht unterschätzen. Es ist schon ein richtiger Schritt in die richtige Richtung.
Ob es aber den Anspruch, „grün“ in unserem Sinne erfüllt, ist fraglich, denn wo sind Einsparungen durch Solarkollektoren für warmes Wasser, wo sind höhere Raumhöhen, die auf natürliche Weise kühlen, wo sind Isolierungen der Außenwände, die verhindern, dass nachts die Außenwände die gespeicherte Hitze nach innen abgeben und man unbedingt einen Aircon braucht, wo sind die Solarpanells, die genügend billigen elektrischen Strom für die Innenbeleuchtung generieren könnten ?

Bitte, das sind meine Überlegungen zu „grün“ und ich bin nur ein interessierter Do-it-yourselfer, der auf Innovationen für dieses warme Klima in den Philippinen und auf die Nachhaltigkeit bei den Investitionen setzt.

Übrigens, die Nebenkosten sollen bei ca. 2000 Pesos monatlich liegen.
Mit freundlichen Grüßen
Ludwig aus Davao