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Dienstag, 11. Februar 2014

Am Haus in Davao sind die “Plumber” am Arbeiten


Es wird weitergebaut
11. Februar 2014

Der Bau des Hauses unseres Bekannten geht stetig weiter – obgleich es in der letzten Zeit immer mal wieder regnet und so die Arbeiter in die kleine Huette treibt, wo der Zement gelagert wird. Aber bei Tagesloehnen von 250 Pesos fuer Helfer, von 350 Pesos fuer Mauerer und Zimmerleute  ist das leicht zu verschmerzen. (Nur zum besseren Verstaendnis: Der tarifliche Lohn fuer Helfer liegt bei 200 Pesos pro Tag.)  Der Vormann erhaelt 450 Pesos pro Tag. (Die Change rate betraegt zur Zeit: 1 Euro = 61 Pesos).

Zur Zeit sind die “Plumber” dran, die die Rohrleitungen fuer Zu- und Abwasser verlegen.  So wie bei uns wird das Abwasser mit den rotgelben Plastik-Rohren gemacht. Durchmesse 4 inch. Da das Haus mindestens 25 Jahre halten soll, hat man sich auch fuer Plastikleitungen fuers Zuwasser entschieden, da das Trinkwasser hier einen recht hohen Anteil an Chlor aufweist. Normalerweise wird Eisenrohre verwendet – aber die koennten mit der Zeit durchrosten !

Als naechstes will der Architekt die Farbvorschlaege fuer das Dach bringen.  Der Bauherr hatte ein weisses Dach  oder wenigstens ein Dacha aus  glaenzendem “galvanised iron” vorgeschlagen, wegen der besseren Reflexion der Sonnenstrahlen und Waerme. Das hat der Familienrat abgelehnt, weil der Architekt meinte, dass so ein Dach auffallen wuerde wie ein “bunter Hund” unter den hier ueblichen Daechern in rot, blau oder gruen.  Also wird es wohl ein rotes Dach werden !

Mit freundlichen Gruessen

Ludwig aus Davao

Dienstag, 5. März 2013

Wer in Philippinen ein Haus baut, sollte das wissen


Einspar-Moeglichkeiten  beim Hausbau
4.Maerz  2013

Mein Bekannter, der schon laengere Zeit hier in Davao lebt und selbst ein Haus gebaut hat, sieht die philippinische Art, Haeuser zu bauen, in einem sehr skeptischen Licht. Er behauptet, dass hier viel gemacht wird, wie es schon der Vater vor 50 Jahren gemacht hat. Und dass man da sparen koennte, und zwar eine Menge. Er fuehrt folgende Beispiele an:

  1. Teure  Fassaden- und Dachkonstruktionen. Filipinos lieben verspielte Sachen:
-       Das Haus muss zweifarbig und nach Moeglichkeit in “Bonbon-Farben” angestrichen  sein  z.B.in gelb und rosa.
-       An der Fassade muss noch ein kuenstlerisches Element hin: Eine Stuck-Verzierung rund um ein Fenster  oder ein Teil der Hauswand  wird mit Bruchsteinen verziert oder einige waagrechte Ziermaeuerchen – alles Dinge, die sich spaeter als Schmutzfaenger heraus stellen  !!! 
-       Dann sollte ein Fenster moeglichst ueber 2 Etagen reichen – wer das putzen soll und  wie,   ist unklar.
-       Was am meisten gefaellt, sind verspielte Dachkonstruktionen: Da werden zwei oder gar drei  Giebeldaecher in einander verschachtelt. Und dann kommen  kleine Gauben dazu und Eckchen. Und da die Daecher nach allen vier Seiten ausgerichtet sind, muss viel Material und Arbeitszeit investiert werden.  So ein Dach, da es ein Blechdach ist, hat eine Lebensdauer von etwa 15 Jahren, dann  faengt es an zu rosten und aus den vielen Ecken  tropft  dann das Regen-Wasser. Die Reparatur dieser “Problemchen” wird nicht billig.

2.      Das Bauen mit Hollow blocks. Diese Hohlblocksteine  sind eigentlich ideal fuer ein tropisches Land wie die Philippinen. Dadurch, dass sie oben und unten offen sind, dient der mittlere Hohlraum als Isolierung, so dass die Waerme nicht so schnell  nach  innen kommt.  Aber was machen die philippinischen Bauhandwerker ?  Sie fuellen die Hohlraeume mit  Eisenstangen und mit  einem Zement-Sand-Gemisch vollstaendig aus. Was unnoetig ist.

3.      Diese Bauweise braucht nicht zu sein, da das Haus in der ueblichen “Skelettbauweise” errichtet wird und das “Skelett” (=  Betonpfosten ) das Haus traegt. Die Mauern tragen nix. Das Haus steht solide und fest – auch ohne die Mauern aus voll-zementierten Hohlblocksteinen !  Da der Zement in der letzten Zeit recht teuer geworden ist, koennte man eine Menge Pesos sparen.

4.      Ausgenommen sind die Waende z.B. im Bad, wo man Waschbecken an die Wand haengen will. Diese Waende  muessen innen mit Eisen und Zement  stabil gemacht werden, denn diese Hohlblocksteine halten nicht viel aus.Vor allem die handgemachten. Die maschinengemachten Steine sind zwar teurer, aber halten mehr.

5.      Das Zement-Sand-Gemisch. Normalerweise nimmt man da auf 1 Teil Zement 3 Teile Sand. Also 1:3. Und was machen die Maurer hier ?  Sie mischen Zement und Sand viel zu fett ! Sie mischen  nach  ihren  eigenen  Vorstellungen  im Verhaeltnis 1:2 oder gar 1:1. Ganz klar, dass die Menge vom benoetigten Zement in die Hoehe geht wie eine Rakete und die Kosten natuerlich auch.

6.      Verwendung von Fliesenkleber. Auch den Fliesenlegern muss man auf die Finger gucken, denn  denen  ist die Verwendung von  Fliesenkleber  was Neues und meistens  völlig  fremd. Und so verwenden sie ihn wie Zement. Anstatt die Fliesen auf eine hauchdünne Schicht Kleber zu kleben, tragen sie den Fliesenkleber  mehrere Zentimeter dick auf. Und  auch Fliesenkleber ist nicht billig  !                                            

Aber das alles stoert normalerweise keinen philippinischen Bauherren. Es wird nach Schoenheit gebaut,um den  Nachbarn zu imponieren. Das meint jedenfalls mein Bekannter. Und vielleicht liegt er mit seiner Meinung garnicht mal so falsch.

Mit  freundlichen  Gruessen
Ludwig aus Davao

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Samstag, 1. Dezember 2012

Wie bekomme ich mein Haus kuehl ? Ohne Aircon !


Wie bekomme ich mein Haus kuehl ? Ohne Aircon !
1.       Dezember 2012


Das ist wohl der Wunschtraum von jedem, der hier ein Haus bauen oder umbauen will: Es sollte kuehl sein – auch ohne Aircon. Wenn man das Glueck hat und ein Haus am Hang sein eigen nennt wie z.B. ein Haus in der Subdivision “Las Terrazas” hier in Davao, dann ist das schon ohne groessere Anstrengungen moeglich, denn die Aufwinde am Hang sorgen fuer Kuehle.



Fuer alle anderen Kuehlung-Suchende  braucht es mehr gedankliche Anstrengung. Die gesammelten und erprobten Moeglichkeiten sind in etwa:
1.       Das Haus mit Baeumen (keine Breit- Wurzler! !)  beschatten,
2.       Das Gebaeude mit 2 oder 3 Geschossen bauen, die kuehlen Raeume (Schlafzimmer, Buero) sind unten, die warmen (Kueche) kommen nach oben (Waerme steigt auf),
3.       Haeuser mit wenig Innenwaenden bauen, damit Luft durchstreifen kann (Querlueftung),
4.       Statt Fensterglas  Spiegelglas verwenden,
5.       Das Dach soweit verlaengern, dass die Fenster im Schatten liegen ,
6.       Die Aussenwaende mit Isolierung (Styropor) verkleiden ,
7.       Die Zimmerhoehe  auf ca. 3,50 m einrichten mit  Oberlichtern zum Lueften ,
8.       Abends mit Ventilatoren die aufgestaute, warmeLuft an der Zimmerdecke  aus den Fenstern “pusten” (kuehlere Luft fliesst automatisch nach !),
9.       Glaenzende Alu-Lamellen anstelle von Gardinen verwenden ,
10.    mit Ventilator von Wasseroberflaeche ( Swimmingpool, See, Teich) Luft ansaugen, die durch die Wasserverdunstung  abgekuehlt ist ,
11.   Flaeche ums Haus immer wieder mit Wasser bespruehen, sofern Beton ,
12.   Das Dach und die Aussenwaende weiss anstreichen, um die Sonnenstrahlen zu reflektieren,
13.   Die Dachunterseite mit Alu-Bahnen ( zur Reflektion der Waerme) und Isolierung  verkleiden, damit wenig Waerme von dort eindringen kann,
14.   Im Fussboden  abgekuehltes Wasser (inverte Waermepumpen-Funktion) in  Kunststoff-Rohren zirkulieren lassen ( sehr aufwendig und teuer, aber funktioniert bestens), erprobt von Bastler-Ingenieur aus USA

Dem Dach kommt eine entscheidende Bedeutung zu, denn dieser Teil des Hauses ist der Sonne am laengsten ausgesetzt  und am waermsten, da hier meistens die Daecher aus Metallplatten bestehen und Temperaturen bis zu 80 Grad C keine Seltenheit sind.

So sind Ideen geboren worden, das Haus mit einem Flachdach auszustatten, es mit Erde/Granulat aufzufuellen und mit einer Pflanzendecke zu versehen. Klar, dass das Haus dann ein sehr stabiles Betondach sein muss  und dass genuegend Feuchtigkeit in der Pflanzendecke sein sollte. Dann hat das Dach die Qualitaet von einen Reetdach in Norddeutschland:  Das Haus  ist innen kuehl und man hoert auch keine  Regentropfen !

Einen ganz anderen Weg ist ein Bastler gegangen, indem er einige physikalische Gesetze ausnutzte. Er hat sein Dach schwarz angestrichen, damit es wirklich richtig heiss wird. Dann hat er es mit einem Rasensprenger staendig befeuchtet. Das Wasser verdampft auf dem heissen Blech und kuehlt es ab. Der Abkuehlungseffekt fuer die Innenraeume ist da – nur billig wird es nicht, denn es muss staendig Wasser verspritzt werden. Zum Ueberlegen !

Welche der aufgezaehlten grossen und kleinen Moeglichkeiten man einsetzt, bleibt einem selbst ueberlassen. Also, probieren … und neue, kuehlende  Ideen finden.

Mit freundlichen Gruessen
Ludwig aus Davao

Dienstag, 6. November 2012

Problemlösungen zu Dächern





    In DAVAO auf den Philippinen
    Hausbau: Was für ein Dach ?
    4. November 2012


Als ich vor einigen Jahren mal in der Wartehalle vom Airport in Manila auf den Aufruf wartete, entstand plötzlich ein wahnsinnig lautes Getöse. Ich schaute mich um, aber kaum einer der anderen Passagiere schien sich darüber aufzuregen. Für sie war das Niederprasseln vom Regen auf das Blechdach etwas ganz Normales ! Und das macht eben Krach !

Zuhause in Deutschland – so fiel mir später ein – haben die schweren Dachziegel das Krachproblem gar nicht aufkommen lassen. Da kann der Regen noch so herunter prasseln. Und ob man zur Dachdeckung die Dachziegel nimmt oder eine dicke Schicht Reet (= Schilf) - das Ergebnis ist das gleiche: Erstmal ist das Dach dicht und zweitens hört man nicht die Regentropfen.

Und diese Probleme müssen - für uns Ausländer - beim Hausbau hier in Philippinen auch irgendwie gelöst werden. Und es kommt ein weiteres Problem dazu, denn zum Dachbau sollte man kein Holz verwenden, denn das ist die Lieblingsspeise der hiesigen Armeisen und Termiten.

Die Dächer der einfachen Häuser – sofern es diese noch gibt – waren mit Cogon- oder Nipagras oder mit Holzschindeln gedeckt. Und jeder wußte, dass nach 4-5 Jahren das Dach überarbeitet oder neu eingedeckt werden muß. Das Material war billig. Also kostete es nur die Arbeitzeit.

Heute - mit dem Einzug der Moderne – deckt man die Dächer normalerweise mit meterlangen „galvanized Iron“-Tafeln im Winkel von ca. 18 Grad. (damit man nicht soviel Material braucht) . Und streicht sie mit farbigen Isolierfarben. Und verwendet Spezialnägel, damit an den Einschlagstellen der Nägel nicht gleich der Rost startet. Und noch immer hört man jeden Regentropfen – es ist zum Verrücktwerden.


Als erste Verbesserung haben die Architekten dann eine dünne Holzdecke eingezogen, die den Schall aufnehmen soll – was garnicht geht. Es ist nur optisch gut. Dafür wird in dem Zwischenraum die Hitze vom Blechdach bestens gespeichert, heizt die Räume darunter auf und man muß mit einem Aircon Abhilfe schaffen. Was für ein Fortschritt !

In besseren Häusern und Condominiums kommt man wieder auf die Dachziegel aus Ton oder Zement (die aus Kunststoff haben sich nicht rentiert) zurück und anstelle von Holzbalken werden solide Metallrahmen verwendet, auf denen die Dachziegeln aufliegen.Bei einer anderen Variante werden die Dachziegel auf einer gemauerten Dachhaut einzementiert. Manchmal entscheidet man sich für ein Spitzdach im Winkel von ca. 38 Grad. Alles ist sehr schwer, ist recht teuer und ist sehr gut.

Manche Bauherren verwenden anstelle der Dachziegeln nun imprägnierte Dachpappe, was billiger ist. Leider macht da die starke UV-Strahlung einen Strich durch die Rechnung: In ca. 4 Jahren ist die Dachpappe total zerstört.
Eine bessere Variante ist das Verlegen von Schweißbahnen mit Bitumen oder das Imprägnieren der Dachhaut mit Glasfasermatten und chemischen Härtern (=Epoxydharzen). Hat sich bisher als sehr gut erwiesen und man kann es bei Schäden leicht ausgebessern.

In eine andere Richtung geht das Verfahrung einer Firma, die „Galvanized iron“-Dach-Platten mit aufgeschäumten Kunststoff ( von 50 mm – 150 mm ) anbietet. Damit werden die Probleme:Geräusch, Dichtigkeit und Isolierung bestens beseitigt. Diese Firma bietet auch Fertighäuser aus diesem Material an. Quadratmeterpreis soll bei 6.000 Pesos liegen.



Wieder andere Bauherren entscheiden sich für ein Flachdach aus Beton, das mit Fliesen belegt ist und somit auch als Dachterrasse genutzt werden kann. Zwar auch nicht ganz billig, aber die Regengeräusche dringen nicht durch - und gute handwerkliche Arbeit vorausgesetzt – bleibt das Dach dicht. Und weil dieses Dach ziemlich dick ist, dürfte auch nicht viel Wärme nach innen dringen.

Welches ist nun die Lösung des Lärm-Dichtigkeits-Wärme-Problems hier in Philippinen ?

Mit freundlichen Grüßen
Ludwig aus Davao